Der Mensch zieht provisorische und willkürliche Grenzen, um Lebewesen, die sich von ihm unterscheiden, von sich abzutrennen. In der fehlerhaften Annahme, dass jene, die anders sind als wir, nicht leiden und in moralischer Hinsicht nicht berücksichtigt werden müssen, haben wir Kriege, Versklavung, sexuelle Gewalt und militärische Eroberungen gerechtfertigt.

Diese menschengemachten Grenzen haben sich im Laufe der Geschichte immer wieder verschoben. Heute erinnern wir uns mit Entsetzen an die Gräuel, die wir anderen angetan haben, die einst als Außenseiter galten: die Vernichtung des jüdischen Volkes durch die Nazis, die Versklavung von Millionen Afrikanern durch amerikanische Plantagenbesitzer und die Ermordung von Christen zur Unterhaltung von römischen Zenturios.

Elefant in Wildnis

Heute ist die Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, der Rasse, der Religion, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung gesetzlich verboten. Doch es ist gerade einmal 100 Jahre her, dass Menschen, die in den Augen der Mächtigen anders waren, gefoltert, ausgebeutet und getötet wurden.

Es gab Zeiten, in denen jene, die an der Macht waren, behaupteten, Jugendliche oder dunkelhäutige Menschen würden keine Schmerzen empfinden. Es gab Zeiten, in denen jene, die an der Macht waren, glaubten, dass Gott ihnen ihre Vorherrschaft verliehen habe.

Unsere heutige Gesellschaft weiß, dass kein Mensch das Recht hat, andere Menschen aus irgendeinem Grund zu vergewaltigen, zu quälen oder zu versklaven.

Wir vertreten die gemeinsame Überzeugung, dass jeder Mensch einen grundlegenden Wert besitzt und wir schätzen unsere Unterschiede.